Trebermehl

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Hinten der noch unvermahlene Treber, vorne das fertige Trebermehl

Da kommt sie wieder raus, die Schwäbin. Beim Bier brauen fällt relativ viel sogenannter „Treber“ an (wie Trester). Das ist das ausgelaugte Gerstenmalz aus dem man – grob gesagt – den Zucker für das Bier rausgeschwemmt hat.

Übrig bleiben also die Spelzen und Eiweiß. Letztlich nicht der schlechteste Teil. Bisher habe ich ein paar mal Treberbrot gebacken indem ich einfach Treber in den Teig gemischt habe.

Um allen Treber verwenden zu können, habe ich nun zum ersten Mal Trebermehl gemacht:

1. Treber abtropfen lassen, ausbreiten und trocknen. Dörr-Stufe des Backofens nutzen, wenn man eine hat. Alternativ auf sehr niedriger Temperatur bei leicht geöffneter Tür trocknen. Ein warmer, sonniger Tag oder die Heizung gehen natürlich auch und sind energiesparender.

2. Treber gelegentlich wenden. Er muss knistern, wenn man ihn zwischen den Fingern reibt.

3. Luxus-Variante: Aus Muttis Keller die Getreidemühle klauen (steht irgendwo zwischen Joghurt-Bereiter und den alten Seidenmalerei-Sachen).

Alternativ geht auch eine Kaffeemühle o.ä. dauert aber. Fröhliches Mahlen!

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